Giftiges Geschäft (AT)

Giftiges Geschäft (AT)

Eine dreiteilige Doku-Serie über die Profite internationaler Chemiekonzerne in Afrika auf Kosten der Gesundheit von Kleinbauern und Konsumenten

Internationale Chemiekonzerne verkaufen in Kenia giftige Agrarpestizide, die in Europa längst verboten sind. Denn viele ihrer Wirkstoffe sind krebserregend und stellen eine große Gefahr für Natur und Umwelt dar. In Entwicklungsländern wie Kenia werden die giftigen Chemikalien trotzdem ohne Kontrolle in den Regalen der Agrarshops verkauft. Die Kleinbauern glauben an die Industrieversprechen einer besseren Ernte. Der Griff zur Giftspritze ist an der Tagesordnung. Hybridsaatgut treibt Kleinbauern in die Abhängigkeit; alte und resistente Saatgutsorten werden verdrängt. Was die meisten Konsumenten von konventionellen Produkten nicht wissen: Nach Angaben der WHO sterben weltweit jährlich 346.000 Menschen an unbeabsichtigten Pestizid-Vergiftungen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern.

Die Industriekonzerne setzen ihrerseits auf Fortbildungsmaßnahmen, um die Gefahren der Produkte einzudämmen. Sie weisen außerdem auf die Sicherstellung der weltweiten Ernährung hin, die aus ihrer Sicht nur durch Agro-Chemikalien garantiert werden kann.